Sitzen in Stille

Sucht euch auf dem Boden eine für euch bequeme Position, in der ihr 10 Minuten bewegungslos sitzen könnt. In dem Raum, in dem ihr sitzt, sollte es ruhig sein. Keine Musik, keine störenden Geräusche. Stellt den Timer vom Handy auf 10 Minuten. Sagt euch, dass ihr in den kommenden 10 Minuten nichts tun müsst, dass es gut und richtig ist, dass ihr hier einfach nur sitzt und in euch hineinseht. Gebt euch die Erlaubnis dazu!

Schließt die Augen und konzentriert euch auf euren Körper. Versucht ihn zu spüren, wie er auf dem Boden sitzt. Fangt bei den Füßen an. Wie fühlt sich der rechte Fuß an, wie der linke. Geht den Körper nach oben, über die Beine, das Gesäß, die Arme, den Rücken, die Brust bis in den Kopf. Versucht, jeden Körperteil zu fühlen. Fragt ihn, wie er sich fühlt. Tut etwas weh, ziept es irgendwo? Dann nehmt es zur Kenntnis, bewertet es aber nicht. Das heißt: In meinem rechten Arm brennt es leicht. Aber nicht: Ich glaube, das ist eine Muskelzerrung, ich muss unbedingt eine Ibu nehmen oder zum Arzt gehen und das checken lassen. Diese Übung ist nur eine Bestandsaufnahme, in der euer Körper euch spüren lässt, wie es ihm aktuell geht. Falls das Sitzen unbequem wird und anfängt Schmerzen oder Taubheitsgefühle zu verursachen, verändert die Sitzposition so, dass es wieder bequem ist.

Gedanken und Gefühle werden kommen. Das ist normal. Wenn ihr mit der Aufmerksamkeit abschweift, dann holt euch sanft zurück zu eurem Körper. Nicht sich selbst dafür schelten, es ist völlig normal, dass das Hirn Bilder und Gedanken einblendet, dass Gefühle auftauchen. Auch hier bewerten wir nicht. Wir fangen nicht an, Lösungen zu suchen, sondern betrachten die Gedanken und Gefühle, die auftauchen, benennen sie  und lassen sie dann einfach ziehen … wie die Wolken am Himmel! 🙂 Huh, da war ein Bild … eine Grimasse … mein Chef, wie er am Schreibtisch sitzt … Angst, vor dem morgigen Gespräch … Lust, mich zu drücken … usw.

Wenn der Timer klingelt, kommt langsam in die Wirklichkeit zurück. Nehmt den Raum um euch herum wahr, bewegt die Finger, die Beine, die Arme. Öffnet die Augen. Streckt euch in alle Richtungen und holt tief Luft.

Und weiter geht´s mit dem Alltag. Hat es gut getan?

Über Erfahrungen mit dieser Übung dürft ihr mir gern berichten. 🙂

Die Sache mit den Fitness-Trackern

Vorgestern bekam ich auf meinem Smartphone über die App „Flipboard“ die Meldung, dass ein Artikel für mich bereit läge, den man mir doch ans Herz legen möchte zu lesen, aufgrund der Vorlieben und Interessen, die ich dort für mich definiert habe. Da der Algorithmus ja nunmal weiß, was ich gut finde (aber nicht, dass ich jetzt anders ticke), klickte ich auf den Artikel mit dem Titel „Fitnesstracker erkennt Krankheit“. Der Artikel war eine Ode an den Gebrauch von Fitnesstrackern und erzählte die Geschichte, wie ein 58-jähriger Benutzer eines solchen Armbands bereits kurz nach der Infektion und lange bevor die Krankheit ausbrach anhand seiner Werte auf dem Smartphone wusste, dass er krank werden würde. Er stellte fest, dass sein Puls sich über Stunden auch nach dem Sport nicht normalisierte und tatsächlich – man stelle sich das mal vor! – erkrankte er ein paar Tage später an Borreliose. Himmel noch mal! Was für ein Gewinn für Lebensqualität und Gesundheit, diese Fitnesstracker!

Und? Was hat es ihm gebracht? Konnte er die Krankheit mit dem Gerät verhindern? Nein. Wusste er, was auf ihn zukommt? Nein. Welchen Nutzen hatte es für ihn, dieses Armband zu tragen und von seinen „schlechten“ Werten verunsichert zu werden? Keinen.

Ich bekenne mich schuldig, 2014 auch so ein Topgerät der Marke „Jawbone Up!“ gekauft und über den Sommer getragen zu haben. Auch meine Werte waren übel. Mein Ruhepuls ging selten unter 100, nicht mal nach dem Aufstehen. Wenn ich nur etwas schneller ging, erreichte ich die „Fettverbrennungszone“, beim Joggen war ich ständig im anaeroben Bereich. Und drei Stunden nach dem Joggen hatte sich der Puls erst wieder normalisiert.

Ich sah es und wunderte mich. Aber da ich mich nicht krank fühlte, schob ich alle Symptome auf mein Alter. Schließlich bin ich keine 20 mehr und wenn man auf die 50 zugeht, dann kann es schon mal irgendwo ziepen und klar, die Werte sind nicht mehr so gut. Man ist eben nicht mehr taufrisch!

Ich wäre nie darauf gekommen, dass ich da bereits auf einen Burnout und den großen Zusammenbruch zusteuerte und die App hat es mir auch nicht gesagt. Aus heutiger Sicht betrachtet war es wohl so.

In mir gärte, dass irgendwas nicht stimmen könnte. Ich war beim Arzt und ließ mich durchchecken, wie man eben so durchgecheckt wird. Großes Blutbild, EKG, Blutdruck. Ohne nennenswertes Ergebnis. Ich trainierte fleißig, zwang mich von einer Joggingrunde zur nächsten, machte exorbitante Spaziergänge, um die geforderte Schrittanzahl zu erreichen und versuchte verzweifelt trotz massiver Schlafstörungen auf mindestens 7 Stunden pro Nacht zu kommen, was mir aber nur sehr selten gelang und nie an einem Stück. Im Gegenteil: Je mehr Fokus ich auf meine Schlafstörungen legte, umso schlimmer wurden sie. Für mich war es jede Nacht blanker Horror ins Bett zu gehen. Doch meine Werte verbesserten sich minimal und die App beschloss, dass es mir besser geht. Ich wurde mit kleinen Motivationssprüchen gelobt, die mich mit anderen Frauen meines Alters verglichen und von der App ermutigt, fleißig weiterzumachen. Und ich machte …

Kennt ihr den aktuellen Fernseh-Spot von Jawbone? Da sehen wir eine hübsche, junge Frau, die ein Stück grüner Paprika von einem Teller mit Grünem auf eine Gabel spießt und mit einem Gesichtsausdruck isst, als ob es das Köstlichste der Welt wäre. Und dann wird der Text der Jawbone App eingeblendet, der ungefähr so lautet: „Trink‘ jetzt noch zwei Gläser Wasser, dann hast du Kraft für einen halbstündigen Extra-Lauf!“ In der letzten Sequenz des Spots sehen wir die Frau in Sportkleidung über eine Brücke in den Sonnenuntergang joggen. Ja, so wollte ich auch werden!

Himmel, war das ein Stress! Befürworter von Fitnesstrackern werden jetzt sagen: „Ja, aber ein positiver Stress! Schließlich ging es dir doch besser, oder?“ Ging es mir doch, oder? Oder???

2017 denke ich so darüber:

Mein Gott, die arme Frau aus der Jawbone-Werbung! So jung und schon die Verbindung zu sich selbst und den eigenen Gefühlen verloren. Sie weiß nicht, ob es ihr gut geht oder nicht und was ihr gut tut, deshalb braucht sie eine Maschine, die ihr das sagt. Eine Maschine mit einer Software, die auf irgendwelchen Studien beruht, die alles gleichmachen, alle Menschen mit ihren Veranlagungen in einen Topf werfen und die für sie entscheiden, was gut für sie ist. Und sie lässt das mit sich machen.

Oder wüsste sie vielleicht doch, was ihr gut tut, aber sie hat dieses unwichtige und nervende Thema, das Beschäftigung mit sich selbst erfordert, an die App outgesourct? Womöglich hat sie ihre Mutter früh verloren und holt sich jetzt die mütterlichen Ratschläge und Ermahnungen wie „Versprichst du mir, dass du heute früher als gestern ins Bett gehst? Klicke Ja oder Nein“ von einer App, weil es ihr das Gefühl gibt, dass sich jemand um sie sorgt? Ist sie sich bewusst darüber, dass sie ihre Gesundheitsvorsorge an eine App abgegeben hat, die sie weder kennt noch jemals untersucht oder mit ihr geredet hat? Blindes Vertrauen, wie leichtsinnig! Mit dieser Einstellung zu sich und ihrem Körper steuert sie direkt in einen Burnout. Nicht jetzt, aber vielleicht in 20 Jahren. Ist ihr das bewusst? Wenn sie es jetzt schon ablehnt, sich mit sich selbst – dem wichtigsten Thema im Leben überhaupt – zu beschäftigen, wie wird das dann erst um ihre geistige und körperliche Gesundheit bestellt sein, wenn in ihrem Leben echter Stress dazu kommt, emotionale Belastungen, Schicksalsschläge? Wird sie dann überhaupt noch in der Lage dazu sein, sich selbst zu fragen, wie es ihr geht oder muss das die App für sie ermitteln und ihr mitteilen?

Ich weiß, das ist zynisch. Aber so fängt es an. Früher hat mich das auch nicht gestört, aber heute blicke ich mich um und bin erstaunt darüber, wie viel Zeit Menschen für ihre körperliche Fitness opfern, um gesund und für die Gesellschaft leistungsfähig zu sein. Es ist auch Lifestyle, es ist cool, wenn man von sich sagen kann: „Ich gehe jeden Morgen eine Stunde um halb sechs joggen.“ Auch wenn es gegen jeden Biorhythmus ist und man sich jeden verdammten Morgen aus dem Bett quält, bei jedem Wetter. Nur die Harten kommen in den Garten!

Wie wenig Zeit wird dagegen in die geistige Gesundheit investiert. Bei nicht kranken Menschen geht es bei den meisten gleich Null aus. Nicht mal 10 Minuten täglich nimmt man sich, um sich mit seinem Geist zu beschäftigen, sich zu entspannen, einmal in sich reinzuhorchen. Alles andere im Leben ist wichtiger. Bügeln, putzen, joggen, soziale Kontakte pflegen, auf dem Smartphone daddeln … Puh, dazu hat man nicht die Ruhe, es ist noch so viel zu erledigen und nur so da sitzen ist langweilig. Wir sind doch alle stolz darauf, dass wir „Multitasking“ können. Was, und jetzt GAR NICHTS tun außer atmen? Das geht doch nicht!

Außerdem erzielt man mit geistiger Gesundheit keine nach außen sichtbaren Erfolge. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand anerkennend gesagt hat: „Klasse, du siehst so richtig geistig fit und in dir ruhend aus!“ Aber Sätze wie „Du siehst echt gut aus, seitdem du so viel Sport treibst und abgenommen hast!“, die bauen uns auf und geben ein gutes Gefühl. Einen gesunden Körper sieht man, einen gesunden Geist nur, wenn man weiß, wonach man suchen muss und einen Blick dafür hat.

„Meditation? Das kann ich nicht.“ Das höre ich sehr oft. Klar, kann man das nicht auf Anhieb. Es erfordert Übung, viel Übung. Man würde auch nicht versuchen, einen Marathon zu laufen ohne entsprechendes Training. Wieso glauben denn alle, man muss sich nur bequem hinsetzen und die Augen schließen und schon kommt die Erleuchtung, die Ruhe, der Frieden, das „Einfach nur sein“, verbunden mit dem großen Glücksgefühl? Und wenn es nach dem dritten Versuch immer noch nicht klappt, dann ist es eben nichts für einen, man kann es nicht und … es bringt einem dann wohl auch nichts. Lassen wir es also und gehen lieber noch eine Runde joggen. Nur in einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist … Das muss dann ja wohl reichen.

Ich möchte euch dazu ermutigen, es doch einfach mal am Wochenende zu probieren: Die Versenkung und das Hineinhorchen in euch selbst. Erstmal nicht durch Meditation, denn es ist schwierig und braucht Übung, um wirklich ein Ergebnis zu bringen, da man bei der Meditation die Gedanken zur Ruhe bringt, bis man nichts, aber wirklich gar nichts mehr denkt. Das klappt auch bei mir nach vielen Monaten täglicher Übung nicht immer. Es ist tagesformabhängig. Aber es gibt eine einfache Übung aus der Achtsamkeit, die nennt sich „Sitzen in Stille“. Die Anleitung dazu gibt es im Post direkt danach. 🙂

Übt ihr das regelmäßig oder vielleicht auch nur öfter mal, dann garantiere ich euch: Ihr braucht keinen Fitnesstracker mehr. Euer Körper und euer Geist werden euch antworten, wenn ihr sie fragt: Wie geht es uns denn heute? Braucht ihr was, um euch gut zu fühlen? Dann wird der Geist euch zuflüstern: „Können wir mal wieder was Schönes lesen?“ und der Körper wird jammern: „Sag mal, merkst du eigentlich, dass du eine Verspannung im Nacken hast? Außerdem könntest du bitte mal mehr trinken, ich bin ganz ausgetrocknet. Verdammt, du Ignorant, vergiss mich doch nicht immer!“

Ihr werdet überrascht sein, wer da alles zum Vorschein kommt und sich Gehör verschafft. Langweilig? Nein, das ist es ganz sicher nicht. Es ist sogar verdammt spannend, die Reise in sich selbst. Und es gibt dabei jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Bleibt kritisch, sorgt gut für euch! Seid auch mal nachgiebig mit euch, keine unerbittliche Strenge! Gönnt euch etwas, was euch gut tut. Dann fühlt ihr euch auch gut. 🙂

Ich wünsche euch ein wunderbares und selbstbestimmtes Wochenende! Lasst euch von den Apps nicht auf der Nase herumtanzen … 🙂

 

 

 

 

 

 

Über mich und was dieser Blog will

Also … es war einmal …

… ein mittelaltes Weib, das 2015 durch zwei Burnouts mitten aus ihrem gut funktionierenden, aber völlig tauben Leben gerissen wurde.

Nun ja, wir kennen ja alle die Burnout-ler: Ein faules Pack, das nicht belastbar ist und keinen Bock hat zu arbeiten. Übles Volk, echt. Liegen immer nur den Krankenkassen und der Gesellschaft auf der Tasche. Auf so einen Psycho-Scheiß kann man doch locker mal zwei Jahre krank machen! Depressionen? Was ein Quatsch! Die sollen sich mal zusammenreißen, mal zum Saufen gehen, dann geht es schon wieder. Heutzutage hat doch jeder mit einem schlechten Tag Depressionen, oder? Man kann aber auch aus einer Mücke einen Elefanten machen …. klar, wenn man arbeitsscheu ist! Dann zieht man sich die Decke über den Kopf und hat D-E-P-R-E-S-S-I-O-N-E-N! Ach die Welt ist ja sooo böse! (Die gehören alle mal arbeitsmäßig richtig rangenommen, da würde es ihnen schon vergehen. Denen geht es einfach zu gut!)

Tja, so dachte ich 2014, bevor mich das Schicksal selbst ereilte.

Zwei Jahre später … Januar 2017: Ich bin entspannt, entschleunigt, positiv denkend, in mir ruhend, mit mir selbst im Reinen, in Kontakt mit meinem Inneren und meinen Gefühlen und bereit, zu neuen Ufern aufzubrechen. Der Weg dorthin war anstrengend, erforderte eine komplette Lebensumstellung und vor allem ein Umdenken von Denkmustern, in denen ich mich fast 50 Jahre bewegt habe. Was ich dabei gelernt habe, werde ich an andere weitergeben. Hier, auf meinem Blog und in einer kleinen Reihe an Ratgebern, die ich schreiben werde. Es ist meine Passion, mein Weg und vor allem … gefühlt endlich der richtige Weg mit dem richtigen Thema.

Ich freue mich, wenn ihr mich dabei begleitet und natürlich höre und lese ich gern von euch und euren Erfahrungen!

Eure Hanna, die „Unkaputtbare“

Ein Lächeln verschenken

Leben ist Magie. 🙂 Probiert es aus …

Schenkt jemand ein Lächeln, einem Fremden, der damit nicht rechnet. Schenkt ein strahlendes, von Herzen kommendes Lächeln. Das Lächeln soll ihn glücklich machen. Sucht dabei seine Augen, denn auch in euren Augen wird man das Lächeln sehen und es überträgt sich ganz von selbst.

Das Lächeln soll nicht euch, sondern den Anderen glücklich machen. Vielleicht hatte er heute noch nicht viel zu lächeln, aber euer Lächeln wird ihn anstecken.

Und wenn er dann zurück lächelt, genauso herzlich, vielleicht ein wenig erstaunt und erfreut darüber, dass jemand so freundlich zu ihm ist, dann kommt das Glück, das ihr damit ausgesandt habt, mindestens doppelt zu euch zurück.

Das ist die Magie des Lebens. Man muss dafür nicht zaubern können, sondern es einfach nur probieren. Viel Spaß dabei!

Ein bisschen Achtsamkeit

Gehe hinaus und stecke beide Hände in den Schnee. Lass ihn durch die Finger glitschen, rieche dran. Wie riecht Schnee? Und wenn du magst, dann probier mal ein paar Flöckchen. Spüre, wie sie auf der Zunge schmelzen und wie frisch sich das anfühlt. Falls Schnee fällt, halte dein Gesicht in Richtung Himmel. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und lasse dein Gesicht vollschneien.

Wir machen so etwas viel zu selten, seit wir erwachsen sind, oder?

Sieg – Ein Gedicht 

Wie oft hörte ich dich sagen,

du würdest große Dinge wagen.

Wann wohl, glaubst du, kommt der Tag,

da endet alle Müh‘ und Plag‘,

da du zu großen Taten schreitest

und da du selbst dein Schicksal leitest?

Und wieder ging ein Jahr vorbei,

doch nie warst du, mein Freund, dabei,

wenn’s galt, nun endlich zuzugreifen,

damit auch deine Früchte reifen!

Woran es liegt? Erklär‘ es nur!

Du hattest Pech? Ach, keine Spur!

Wie immer, einzig und allein,

lag’s nur an dir, an dir allein.

Schau auf deine Hände bloß.

Sie liegen still in deinem Schoß,

statt endlich, endlich doch zu handeln 

und alles in dir umzuwandeln. 

Herbert Kauffmann 


Irgendwie auch mein Problem … 😉 

Liebster Award – meine Fragen und die Nominierungen 

Nachdem ich brav war und meine Fragen beantwortet habe, reiche ich die Staffel an die folgenden Blogs weiter: 

Mein Blog – meine Gedankenfürze

Ein Buch wie Kings Turm  

Herr Moser: Alltägliches und Skurriles aus dem Leben des Abteilungsleiters einer Fischkonservenfabrik 

Gewortfeigt 

kittysplaysuite

Hier kommen meine Fragen: 

1. Was war der erste fiktionale Text, den du geschrieben hast? Wie alt warst du und hast du ihn noch? 

2. 2007 wurde in einem Wettbewerb der schönste erste Satz der deutschen Literatur ermittelt. Es gewann „Der Butt“ von Günter Grass mit dem Satz „Ilsebill salzte nach.“  

Was war dein schönster erster Satz? 

3. „Und am Ende der Straße steht ein Haus am See. Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg. Ich hab 20 Kinder, meine Frau ist schön. Alle kommen vorbei, ich brauch nie rauszugehn. … Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps und feiern eine Woche jede Nacht. … Hab taube Ohren, nen weißen Bart und sitz im Garten. Meine 100 Enkel spielen Cricket auf dem Rasen.“ Peter Fox, Das Haus am See 

Und wie sieht dein Lebenstraum aus? 

4. Eine Fee möchte dir einen magischen Gegenstand schenken. Du hast die Wahl zwischen 

– Handschuhen, die dich unsichtbar machen,

– einem Spiegel, durch den du jederzeit in deine Traumwelt entfliehen kannst

– Stiefeln, mit denen du auf Luft laufen kannst

– oder einer Brille, mit der du die Gedanken anderer Menschen lesen kannst. 

Was nimmst du und warum? 

5. Du bekommst einen Gutschein für eine neue Couch. Es soll ein Platz werden, an dem du dich sauwohl fühlst. Wie ist die Couch beschaffen, welche Form und welche Farbe hat sie? 

6. Du hast die Möglichkeit für 10 Minuten 150 Jahre in die Zukunft dieser Welt zu schauen, wenn du freiwillig auf 5 Lebensjahre verzichtest. Würdest du den Blick wagen? 

7. Worauf legst du beim Schreiben einer Geschichte mehr wert? Auf die durchgestylte Handlung oder auf facettenreiche Figuren? 

8. Welche Süßigkeit magst du am liebsten? 

9. Schreibst du Tagebuch? Warum oder warum nicht? 

10. An welchem Ort fühlst du dich am wohlsten? 

– Auf deinem Balkon mit Blick auf eine belebte Straße und eine Bushaltestelle

– Auf einem Felsbrocken an einem einsamen Seeufer

– In einem Gartencafe inmitten vieler Menschen 

– Auf der Bank vor einer einsamen Berghütte ohne Strom

– Auf einer Bank auf dem Friedhof 

– In deinem Keller, den du für dich eingerichtet hast 

11. Jeder Schreiberling kann auch dichten. Zum Schluss hätte ich gern einen spontanen Vierzeiler von dir. Ohne Korrektur und ohne Nachdenken. Einfach anfangen, egal ob es einen Sinn ergibt oder nicht. 

Ich lege mal vor, es ist ganz leicht: 

Sollt ich mal plötzlich nach dir greifen 

Und dich in deine Backe kneifen

Dann gib mir bitte keinen Tritt,

Sonst kneif ich dich dafür im Schr…

So, kein Meisterwerk, aber in 20 Sekunden gereimt. Jetzt bist du dran! 🙂 

Ich weiß, es ist Nano und für viele stressig. Ich freue mich gerade deshalb sehr, wenn meine Fragen von euch beantwortet werden und ihr euterseits den Stab weiterreicht. Wenn es nicht klappt oder ihr den Liebster Award nicht mögt, dann ist es auch ok. 

Vielen Dank und ich freue mich, von euch zu lesen!